hopfenhof news

weblog über die Hopfenhof-Hunde, ihre Menschen und die Natur

Abschlussjagd Januar 28, 2007

Gespeichert unter: wachtelhunde — wachteline1981 @ 9:32

Wir waren am 27.1. zu einer kleineren Jagd bei Freunden eingeladen, auch in mehreren Nachbarrevieren wurde zur gleichen Zeit gejagt.

Das Ergebnis mit 7 Sauen verschiedener Größe (überwiegend Frischlinge) und 3 Rehe kann sich durchaus sehen lassen, denn es waren nur 10 Schützen auf gut eingeteilten Ständen, 3 Hundeführer und zwei Treiberbuben. In den Nachbarjagden mit wesentlich größerer bejagter Fläche und einem erheblich größeren Aufgebot an Schützen war die Strecke noch nicht mal halb so groß.

Carmina stoebert

Es macht auch Freude, zu sehen, wie die Hunde arbeiten. Uleika war ja gerade erst gedeckt und mit der Hitze noch nicht ganz fertig, sie fiel also aus. Unser Dicker durfte sich wieder mal als „Sauschreck“ austoben, und Carmina konnte mit der sauerfahrenen Franja, die auch aus unserem Zwinger stammt, erste Erfahrungen am Schwarzwild sammeln. Sie zeigte keine Angst, sondern ausreichend Wildschärfe – auch am Rehwild.

Es ist ungemein wichtig, einen Stöberhund im ersten Lebensjahr mit zur Jagd zu nehmen, damit er auf die Wildarten geprägt wird, die er später jagen soll. Wenn man bedenkt, dass Carmina erst knapp 8 Monaten alt ist, kann man sehr zufrieden sein. Sie hing dem einen Stück Rehwild an der Drossel, als es den Fangschuss bekam und hat nicht dabei gezuckt. Und sie war auch an den Sauen vorne mit dabei und hat den ganzen Tag unermüdlich gesucht.

So lernt der Hund Schuss und Beute positiv zu verknüpfen, während man mit sinnloser Knallerei auf Lehrgängen und Hundekursen sensible Hunde leicht verprellen kann – der Schaden ist dann nur schwer wieder wettzumachen. In der Jagdpraxis wird jedoch nicht andauernd geknallt, die Entfernung zu den Schüssen ist unterschiedlich und der Hund, der das Jagen positiv empfindet, lernt dass die Schüsse einfach dazugehören zum Beute machen und reagiert neutral oder positiv darauf.

Natürlich sollte man es nicht übertreiben mit einem jungen Hund, nicht auf zuviele Jagden mitnehmen, sondern den jungen Hund gezielt neben erfahrenen älteren Hunden anlernen, und auch mal auf den eignen Jagderfolg zugunsten des Hundes verzichten und *mit dem Hund* jagen – darunter verstehe ich nicht sturheil als „Treiberwehr“ von hinten bis vorne durch das vorgesehene Revierteil zu rennen, sondern die erfahrenen Hundeführer gehen mit den Hunden und wenn die Hunde hinter einer Rotte weg sind, wird gewartet bis die Hunde wieder größtenteils zurück sind, dann wird gemeinsam die nächste Dickung in Angriff genommen. Dabei können aber auch die Hundeführer noch zu ihrem Jagderfolg kommen, wenn ein Fangschuß anzutragen ist oder ein von den Hunden gehaltenes Stück mit dem Messer abgefangen werden muss.

Dabei lernt dann auch ein junger Hund neben mehreren erfahrenen Hunden, dass Jagen und Beute machen mit dem Jagdkumpan Mensch zusammengehören, und dass es nichts bringt, stundenlang hinter einem Stück Wild hinterherzurennen. Das kann aber ein junger Hund nicht lernen, wenn man ihn zu Hause lässt.

 

Kyrill – *keine Naturkatastrophe* Januar 28, 2007

Gespeichert unter: dies und das um uns herum — wachteline1981 @ 9:09

Irgengendwie habe ich die ganze Aufregung um den „Jahrhundertsturm“ nicht so ganz verstanden. Heutzutage wird alles in den Medien aufgebauscht, im Radio, im Fernsehen gibt es gleich auf allen Sendern Sondersendungen bei einem Unwetter oder nur bei starkem plötzlichen Schneefall, obwohl das doch im Winter eigentlich ganz normal sein sollte.

Natürlich ist es für die, die direkt von Schäden betroffen sind immer sehr schlimm. Aber das ist noch lange kein Grund zur Panik.

Den Menschen ist nur die Fähigkeit verloren gegangen *mit der Natur* zu leben und auch erhebliche Veränderungen einfach zu akzeptieren.

Der Sturm Kyrill hat ordentlich um unseren Hof geheult, viele Äste abgerissen, eine Eternitplatte vom Schuppen mitgenommen. In der Näheren Umgebung waren die Strassen durch den Wald wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Am nächsten Tag haben wir unser Dach repariert, die Straßen waren auch bald wieder frei. das wars.

Im Wald sind einige Schläge arg in Mitleidenschaft gezogen, aber auch das hat wieder seine Vorteile. Gerade dort, wo es besonders wüst aussieht, stecken sich jetzt gern die Sauen.

Fichtenwald nach Kyrill

Wenn das Holz aufgearbeitet ist, kann hier eine Naturverjüngung aufkommen, die zur Dickung heranwachsen kann, die dem Wild wieder Schutz bietet. Damit Neues wachsen kann, muss Altes sterben.

Es wachsen eben keine Bäume in den Himmel.

Auch von dem *SchneeChaos* blieben wir diesmal verschont. Obwohl auch das vermeintliche Chaos mehr auf persönlicher Betrachtensweise beruht. Für mich ist es kein Chaos, wen ich mal aufgrund starker Schneefälle zwei Tage nicht das Auto benutzen kann und zu Hause bleiben muss. Aber diesmal hatten wir zunächst seit 25.1. starken Frost, aber keinen Schnee. In der Nacht zum 27. fing es an zu schneien, am nächsten Morgen war alles weiss – wie bestellt – wurde aber schon wieder wärmer. Heute war schon wieder alles weg, es war mir aber gestern noch gelungen, die Schönheit des kurzen Winters festzuhalten.

Winterteich

 

Kurztrip in die Schweiz Januar 24, 2007

Gespeichert unter: Hopfenhof allgemein — wachteline1981 @ 1:05

Wir fanden wieder mal Grund und Zeit, in der Schweiz „Hundebekanntschaften“ zu besuchen, natürlich mit „Anhang“.

Für die Hunde kein Problem, sich in fremder Umgebung und unter fremden Hunden aufzuhalten, alles neue wird untersucht

stilleben_carmina.jpg

Auch für die Übernachtung sind wir gut gerüstet mit der eigenen Reise-Hütte

nachtquartier.jpg

 

Wurfplanung 2007 Januar 8, 2007

Gespeichert unter: wachtelhunde — wachteline1981 @ 12:12

Wir haben für das Frühjahr 2007 wieder einen Wurf Wachtelwelpen geplant mit unserer Uleika. Eigentlich sollte sie jetzt schon heiss sein, aber sie lässt uns noch warten.

Vermutlich wollte sie sich die Jagden im letzten Jagdmonat nicht entgehen lassen.

Wenn es soweit ist berichten wir näheres.